Über drei Generationen Liebe zu Vögeln, eine Marke, die neue Türen öffnete, und die Kunst, eine Palette gut zu stapeln.
Ein Vogelhäuschen ist gemacht, um draußen zu hängen. Ein Futterspender, um Vögel näher zu bringen. Aber bevor so ein Produkt in einem Garten landet, hat es oft schon eine ordentliche Reise hinter sich. Und diese Reise? Die beginnt bei Fauna Birdproducts in Oosterhout.
Vom Vogelhandel des Opas zu Singing Friend
Die Geschichte von Fauna beginnt 1951, als der Opa der heutigen Generation einen Vogelhandel eröffnete. Drei Generationen später ist das Unternehmen Hersteller, Importeur und Exporteur. Trotzdem sind manche Dinge unverändert. Zum Beispiel der ältere Vogelzüchter, der noch einfach vorbeikommt, um zu schauen, ob etwas im Angebot ist. „Das ist echt altmodisches Fauna“, erzählt Manon Spijkers.
Aber der Markt verändert sich. Vogelzucht ist laut Manon unter jungen Leuten weniger beliebt. 2014 startete Jeroen deshalb die Marke Singing Friend, mit Vogelfutter und Nistkästen für Gartenvögel. Eine andere Branche, ein neues Publikum und damit ein zukunftssichereres Fauna.
Singing Friend macht Produkte für Gärten, Terrassen und Balkone, mit viel Aufmerksamkeit für Design, Funktionalität und Materialien. Man denke an Futterspender wie Sam, hergestellt aus recyceltem Material aus gebrauchten Getränkeverpackungen. Schön für Vögel. Und eine ganz andere Welt als die klassische Vogelzucht.
Ein kleines Team. Keine Logistikabteilung. Dafür sehr viele Paletten.
Fauna hat keine eigene Logistikabteilung. „Wir sind ein kleines Team und dadurch sehr flexibel in den Arbeitsaufgaben“, erzählt Manon. „Wir sind inzwischen ziemlich geübt darin, darf ich wohl sagen.“
Das ist auch nötig. Kunststoffprodukte werden in den Niederlanden hergestellt. Holz und Keramik kommen aus China, per Container. Niederländischer Bestand lässt sich einfacher und schneller auffüllen; bei Produkten aus China ist die Bestandsführung ein gutes Stück komplizierter.
Dazu kommen Saisonspitzen und neue Kollektionen, die oft knapp vor der neuen Saison eintreffen. Während Kunden natürlich am liebsten so schnell wie möglich beliefert werden.
Leichtes Zeug. Großes logistisches Puzzle.
Vogelprodukte sind nicht unbedingt schwer. Aber sie können viel Platz einnehmen. Fauna versendet einzelne und mehrere Paletten, mit empfindlichen Artikeln und gefüllten Displays, die ordentlich Platz beanspruchen.
Im Lager wird deshalb ernsthaft gepuzzelt. Wie bekommt man möglichst viele Produkte sauber auf eine Palette? Die Kollegen versuchen, den Raum optimal zu nutzen, und bitten Kunden, wo möglich, ihre Palette voll zu machen.
Manchmal erweist sich das als eine Kunst für sich.
Die Ergebnisse
Die Displaybäume, die nicht in Belgien bleiben wollten
Letztes Jahr fuhr eine Palette mit Displaybäumen nach Belgien. Nur war der Bausatz für das Display schwerer als erwartet. Die Palette begann sich zu neigen. Der Kunde nahm die Fracht nicht an.
Folge: alles zurück. Neu stapeln. Neu versuchen.
Es ist keine heldenhafte Erfolgsgeschichte, und genau deshalb so nachvollziehbar. Ein Produkt kann wunderschön sein, aber wenn es unterwegs nicht stabil steht, kommt man nirgendwohin. Buchstäblich.
Die Erfahrung zeigt auch, warum Fauna bei Produktverpackungen schon früh über den Transport nachdenkt. Beim Verfeinern von Entwürfen spielt Transport immer öfter mit. Nicht nur, wie etwas aussieht, sondern auch, wie es sicher und effizient in die Welt kann.
Erst drei Angebote. Dann erst weiter.
Fauna exportiert in Länder auf der ganzen Welt, mit Ausnahme des Fernen Ostens. Für Sendungen unter anderem in die Niederlande, nach Belgien, Deutschland und Frankreich nutzt das Unternehmen Cargors.
Früher mailte Manon zwei oder drei bekannte Spediteure mit einer Angebotsanfrage an. Dann auf Antwort warten, Preise ansehen und erst danach den Transport regeln. Kein Drama, aber für ein kleines Team doch Zeit, die man lieber anderswo einsetzt.
Über jemanden aus der Branche hörte Fauna von Cargors. Vor allem der direkte Einblick in Transportmöglichkeiten und Kosten und die Bequemlichkeit des Portals machten den Unterschied.
Was änderte sich konkret? Manon hat dafür genau ein Wort: „Schnelligkeit!“
Hinter einer guten Lieferung steckt vor allem gute Zusammenarbeit
Neben dem Portal nennt Manon auch den erreichbaren und hilfsbereiten Kundenservice. Es ist genau das, was zu der Art passt, wie Fauna selbst arbeitet: kurze Wege, gemeinsam lösen und Bestellungen so schnell wie möglich aus dem Haus.
Der Kunde muss diese ganze Organisation nicht sehen. Der will vor allem eine angenehme Lieferung und hinterher kein Theater. Und am Ende wieder bestellen können.
Denn hinter all diesen fröhlichen Futterhäuschen, Nistkästen und Displaybäumen steckt ein überraschend ernsthafter Prozess. Nicht alles fliegt von allein. Aber mit einem kleinen Team, das gut zusammenarbeitet, kommt man doch ein ganzes Stück weit.